Dienstag, 27. April 2010

Wir sind zurück!

Mit einer hochkonzentrierten Probe melden wir uns zurück in den Alltag. Noch 6 Wochen bis zur Premiere und langsam bildet sich die Choreographie immer weiter heraus.
Gruppe A feilte gestern Abend wieder im Ballettsaal des Stadttheaters an grossen Gewaltszenen, verführerischem Hüftenkreisen und kleinen Schlafübungen.
Nach dem üblichem Aufwärmtraining gingen wir gleich über ins Hüftenschwingen à la James Brown. Inklusive Schweissabwischen, Arme-in-die-Hüften-stemmen und ekstatisch strecken und dann In-sich-zusammenfallen.
Danach wieder zurück zu unseren bereits erprobten Gewaltszenen aus den ersten Proben. Diese kombinierten wir mit den Schnüffelszenen der Hunde. Das Hauptaugenmerk lag vor allem auf Rhythmus. Da wir alle verschiedene Einsätze haben, müssen wir unsere Bewegungen noch exakter tanzen als gewöhnlich.
Plötzlich beginnt man zu verstehen, was die professionellen Tänzer durchmachen. wir üben Bewegungen ein, versuchen sie zu perfektionieren, mit der Musik und den Tanzpartner in Einklang zu bringen, und gerade wenn der erste Durchlauf gelingt, kommt Joshua und sagt, "diesen Teil nehmen wir raus". Und wieder wird gefeilt am neuen Teil, bis er sitzt und plötzlich ist klar warum der alte Teil raus musste. Alles wird harmonischer und klarer. Die Bewegungen ergeben aus sich heraus Sinn, die eine führt zwangsläufig zur anderen und wir fragen uns, warum wir uns an die erste Bewegung so geklammert haben.
Was man beim Tanzen wirklich lernen kann ist Loslassen und sich immer wieder neu erfinden.
Anstrengend und befreiend zugleich.

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